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Hier findest du die Pressemitteilungen vom Jahr 2012:

Pressemitteilung Nr.2 vom 16.04.2012

 

Vielfältige Proteste zur Jahreshauptversammlung von RWE in Essen +++ Aktivist_innen besetzen Hambacher Forst +++ Pressekonferenz am 18.04.2012, 16 Uhr vor der Grugahalle

Zur Jahreshauptversammlung von RWE werden am kommenden Donnerstag mehrere hundert Menschen erwartet, die sich den Aktionär_innen und damit dem Energiekonzern quer stellen wollen. Neben einer Kundgebung wird es auch bunte und vielfältige Aktionen geben. Bereits am Mittwoch wird ausgehend von der Kampagne „RWE unplugged – Dem Energieriesen den Stecker ziehen“ ein Protestcamp vor der Grugahalle errichtet. Die Kampagne wird durch über 25 Initiativen aus dem Anti-Atom- und dem Anti-Braunkohle-Spektrum unterstützt. Außerdem wird es während der Jahreshauptversammlung mehrere Redebeiträge geben, welche die klima- und gesundheitsschädliche Form der Energiegewinnung des Konzerns kritisiert.

Vor kurzem gab RWE bekannt, dass sie nicht weiter in den Neubau von Atomkraftwerken in Großbritannien investieren will. Doch eine Änderung des Konzernkurses ist dies keineswegs,  weil die Beweggründe hierfür im hohen Investitionsrisiko und der niedrigen Gewinngarantie liegen, nicht etwa in einem Sinneswandel. Gina Geller von der Kampagne „RWE unplugged“  dazu:„Trotz erheblicher Anstrengungen sich öffentlichkeitswirksam als grüner Konzern darzustellen, bleibt RWE mit einem lächerlichen Anteil von 3% erneuerbarer Energien ein Atom- und Kohlekonzern. Der Großteil wird weiterhin aus der extrem klimaschädlichen Braunkohle gewonnen. Und damit nicht genug – derzeit plant RWE einen Kraftwerksneubau am Standort Niederaußem.“

Kurz vor der Jahreshauptversammlung wächst auch im Rheinischen Braunkohlerevier der Widerstand gegen RWE. Nach einem Kulturfest besetzten mehrere Aktivist_innen den ökologisch besonders wertvollen Hambacher Forst, der für den Ausbau des Tagebaus komplett gefällt werden soll. „Damit richtet sich auch die Waldbesetzung, wie RWE unplugged, gegen die ausschließlich an Profitinteressen ausgerichtete Konzernpolitik von RWE und steht für eine Neukonzipierung der Stromversorgung – weg von zentralistischen Machtstrukturen und hin zu Energie in Bürger_innenhand auf Basis der Erneuerbaren“, äußert sich der Klimaaktivist Josef Guthmann.

Ausführliche Informationen zu Forderungen der Kampagne und den geplanten Aktionen erhalten Sie auf einer Pressekonferenz auf dem Protestcamp von „RWE unplugged“.

Ort: Protestcamp vor der Grugahalle, Norbertstr. 2, 45131 Essen
Zeit: Mittwoch 18.04.2012; 16.00 Uhr

Als Pressvertreter_innen sind Sie herzlich eingeladen!

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Pressemitteilung Nr.1 vom 06.04.2012

 

Kampagne „RWE unplugged“ nimmt Fahrt auf +++ Protestcamp vor Jahreshauptversamm­lung von RWE +++ bunte Aktionen vor der Grugahalle am 19.04.2012 angekündigt

Schon über 25 Gruppen und Organisationen aus Deutschland und den Niederlanden unterstützen die Kampagne „RWE unplugged“, welche ein Protestcamp und bunte Aktionen zur Jahreshauptver­sammlung von RWE am 19.04. in Essen organisiert. Im Zentrum der Kritik steht der Braunkohle- und Atomkurs des Konzerns.

Das von RWE betriebene Rheinische Braunkohlerevier mit drei Tagebaugebieten und fünf Großkraftwerken stellt mit knapp 100 Millionen Tonnen die größte CO2-Quelle Europas dar. Bei der Braunkohlegewinnung werden im Tagebau ganze Dörfer zerstört, Wälder wie der Hambacher Forst abgeholzt und große Mengen an Feinstaub freigesetzt. Dieser Feinstaub und die Stickoxide aus den Braunkohlekraftwerken tragen maßgeblich zur Luftverschmutzung im Raum Köln bei.

Trotz der kürzlich verkündeten Aufgabe von AKW-Neubaupläne mit seiner Tochter npower in Grossbritannien, glaubt npower-Chef Volker Beckers, „dass die Kernenergie im zukünftigen Energiemix Großbritanniens eine wichtige Rolle spielen wird„. Dazu passt, dass RWE immer noch Anteilseigner an der Urananreicherungsanlage in Gronau ist und im Oktober letzten Jahres einen 30%-Anteil am einzigen Atomkraftwerk der Niederlande in Borssele erwarb.

RWE bleibt weiter im Fokus. Bereits im letzten Jahr, nach der Katastrophe von Fukushima, gab es während der Jahreshauptversammlung seitens der Anti-AKW-Bewegung massive Proteste gegen den Energiekonzern. „Die Proteste werden dieses Jahr nicht abebben, da RWE als Ausbremser der Energiewende zu einem Symbol einer Energiepolitik von vorgestern geworden ist, die rücksichtslos nur ihren Profitinteressen folgt„, so Klimaaktivist und Protestcamporganisator Josef Guthmann. Der Widerstand gegen RWE wird von verschiedenen Bewegungen wie der Anti-Braunkohle- und Klimabewegung, der Anti-AKW-Bewegung sowie Menschen aus den antikapitalistischen Krisenprotesten getragen. Sie alle eint das Ziel „den Energie-Monopolisten zu vergesellschaften und auf eine dezentralisierte, ökologische Energieversorgung in Bürger_innenhand hinzuarbeiten„, so Pressesprecherin Gina Geller von ausgeCO2hlt.

 

0157-38425194 Dorothee Häußermann